Der Soundtrack – die Seele des Films

Der Soundtrack ist eine maßgebende Gestaltungsebene im Film.
In der Stummfilmzeit war die musikalische Untermalung das einzige Mittel, um den Film eine akustische Dimension zu geben. Damals spielte ein Klavierspieler live passende Musik zum Film, wobei früher die Musik nicht eigens für den Film komponiert wurde, sondern man verwendete zum Beispiel klassische Stücke von Franz Liszt oder Richard Strauss. Zur Stummfilmzeit war das Laufgeräusch der Projektoren so laut, dass die Musik auch die Aufgabe hatte, dieses störende Geräusch zu übertönen.

Heute wird zu jedem Film die passende Filmmusik komponiert. Sie wird an die Charaktere angepasst und je nachdem, welche Stimmung zur jeweiligen Szene erforderlich ist anders interpretiert. Mit der richtigen Musik wird der Zuseher in den Bann gezogen – er lebt sozusagen mit. Zur Erzeugung einer echten Atmosphäre sind die Bilder alleine nicht fähig, aber in der Filmmusikbranche wird behauptet, dass die beste Filmmusik die ist, die der Zuseher nicht vordergründig bemerkt. Eine spannende Szene wirkt nicht so spannend, wenn man sie unvertont sieht. Diese Technik der Vertonung nennt man Polarisieren. Man kann aus der gruseligsten Szene mit Hilfe der Musik sogar eine erheiternde Situation zaubern, was bei Parodien oft angewendet wird. Diese Technik heißt Kontrapunktierung. Ein guter Soundtrack ist ein Teil der Identität des Filmes. Er zieht sich mit verschiedener Instrumentierung als Thema durch den gesamten Film. Er ist unzertrennlich mit dem Filmgeschehen verbunden, obwohl der Zuseher die einzelnen Interpretationen nicht bewusst wahrnimmt. Erst beim Abspann, wo die Musik den Film praktisch nacherzählt, möchte man bei einem guten Soundtrack die CD erwerben.

Quellen:
www.blog.de

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